Parlament der Dinge, Tiere, Pflanzen und Algorithmen

2019-2025

In dem Langzeitprojekt «Parlament der Dinge, Tiere, Pflanzen und Algorithmen» habe ich zusammen mit der Künstlerin Seraina Dür und zuerst vier, dann sechs und zum Schluss vierzehn Stadttauben eine arten-übergreifende Performance-Compagnie gegründet. In Schweizer Städten sind Stadttauben ungeliebt. Die Feindschaft zeigt sich an Gebäudefassaden, in Plakaten, am Ekel der Menschen, in Gesetzen. Vor dem Hintergrund haben wir uns gefragt, wie ein anderes Zusammenleben mit dem Mehr-als-Menschlichen aussehen könnte. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Theatern und Kunsträumen haben wir gemeinsam mit den Tauben Übungsfelder kreiert, um in sorgsamere, zärtlichere Praxen des Zusammenlebens einzuüben. 


Die folgenden Ausgaben wurden realisiert:

 

Neumarkt Zürich

Theater als Taubenschlag, 2019
Mit Seraina Dür und Jonas Gillmann (Konzept und Durchführung), Sara Bernasconi (Leitung Pigeon Reading Group), Institut für textiles Forschen Basel (Raum) und den vier Stadttauben Iris, Camille, Bruno und Vinciane

  

Neumarkt Zürich

Agilitypark, 2020
Mit Seraina Dür und Jonas Gillmann (Konzept und Durchführung), Sara Bernasconi (Leitung Pigeon Reading Group), Anne Linke (Architektur Taubenschlag), Vreni Speiser (Scéance), Sally de Kunst (Oeil Exterieur) und den Stadttauben Iris, Camille, Bruno, Vinciane Möwli, Champ, Knorrli, Blu, Hans

  

Helmhaus Zürich

Taubenzimmer, 2021
Von Seraina Dür, Jonas Gillmann und 11 Stadttauben. In Zusammenarbeit mit Anne Linke (Architektur Taubenschlag). Im Rahmen der Ausstellung Am nächsten Tag ging die Sonne auf

  

Theater Basel

Rough Love. Erzählen mit Tauben und Geschätzte Tiere, 2021.
Mit Seraina Dür, Jonas Gillmann (Konzept Rough Love), Anne Linke (Architektur Taubenschlag), Nicole Schuck (Konzept Geschätzte Tiere) und dreizehn Tauben

  

Architektur Biennale Venedig

100 Ways to Say We: Parcticing Tenderness. Video, 2021
Von Seraina Dür, Jonas Gillmann und den beiden Tauben Annie und Beth. Im Rahmen von Performing Architecture, Koproduktion Goethe-Institut, Biennale Venedig und Neumarkt Zürich

  

Lecture

Semiotic of Tenderness. Lecture, Ongoing
Von Seraina Dür und Jonas Gillmann. Präsentiert u.a. bei Shared Campus (ZHdK 2021), m2act (Gessnerallee 2021), Propädeutikum Biel (Schule für Gestaltung Bern und Biel 2021), Re-Thinking Agency (University of Warsaw 2022), The City and the Wild (Collecium Helveticum 2022), Diverse Artist Talks (HfMT Hamburg, Uni Köln)